
Zigarren sind eine der höchsten Formen der Rauchkultur. Tabak geraucht wurde schon seit Jahrtausenden in Südamerika, und die Herstellung einer Zigarre ist ein hochkomplexer Vorgang voller Varianten und Abwandlungen. Um die Einlage, getrocknete Tabakblätter, wird eine Umlage gewickelt - ein ganzes Tabakblatt. Das äußerste Blatt wird exakt geschnitten und hält die Zigarre in Form: Das Deckblatt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Zigarre: Den Shortfiller, dem zerrupfter oder zerschnittener Tabak als Einlage dient. Und den Longfiller, bei dem per Hand ganze Tabakblätter zu einer Puppe gewickelt werden, die dann in Form gepresst wird. Diese Form der Herstellung ist eine traditionsreiche Kunst. Zigarren unterscheidet man nach Dicke, Länge und Form in verschiedene Formate. Röhrenförmig sind die Parejos, dagegen haben Figurados eine unterschiedliche Dicke. Am bekanntesten ist die Corona, beliebt ist aber auch die schlankere Panatela oder die dickere Robusto. Eine Königsklasse stellt das Churchill-Format dar: Hier entwicklen gute Tabaksorten ihr volles Aroma, da es Länge und Dicke verbindet.